diese tage.

18. dezember 2018. ein tag, wie jeder andere auch. ich liege seit sonntag mit einer erkältung im bett und fange so langsam an, mich zu langweilen. netflix habe ich mittlerweile durch und lesen fällt mir schwer, da ich ständig kopfschmerzen habe.

langeweile ist nichts gutes, denn wenn mir langweilig ist, fange ich an, über mich und mein leben nachzudenken. in den vergangenen tagen habe ich ganz oft mein letztes jahr revue passieren lassen. junge junge, es ist so unglaublich viel passiert. beinahe nichts ist mehr so, wie es auf den tag genau vor einem jahr noch war.

freunde, die damals noch eine wichtige rolle gespielt haben, sind irgendwie von der bildfläche verschwunden. vielleicht ist das auch ganz gut so. ich glaube, je älter man wird, desto mehr beschränkt sich der freundeskreis auf die wirklich wichtigen menschen im leben. man ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, seinem job, seinem engsten sozialen umfeld, da haben flüchtige bekanntschaften oft keinen platz mehr.

worüber ich eigentlich schreiben möchte, sind jedoch diese tage. ihr wisst schon – tage, die einfach irgendwie seltsam sind. tage, an denen man sich seine schlechte laune nicht erklären kann. tage, an denen man sich am liebsten unter der bettdecke verkriechen oder in luft auflösen würde.

ich hatte in den vergangenen 12 monaten recht oft solche tage und ich kann mir bis heute nicht erklären, was der auslöser für meine gedrückte stimmung und meine plötzlichen tränenausbrüche war. und ist.

irgendwann im frühling diesen jahres, habe ich festgestellt, dass eigentlich normale tage öfter zu diesen tagen wurden. ich erwachte morgens und mir war nach heulen zumute. ohne jeglichen ersichtlichen grund. anfangs konnte ich das gar nicht benennen, ich fragte mich so oft, was mit mir los ist und was mit mir nicht stimmt. mittlerweile sind diese tage weniger geworden, aber ich habe irgendwie den eindruck, dass sie dafür mächtiger sind, wenn sie erst mal da sind.

mir fällt es deutlich leichter, mit solchen tagen umzugehen, seit ich ihnen einen namen gegeben habe. wenn ich morgens aufwache und merke, dass irgendwas nicht so ist, wie es sein sollte, hake ich es als einen dieser tage ab und gehe somit wesentlich entspannter damit um. ich habe im letzten jahr deutlich gemerkt, dass nicht immer alles unglaublich toll ist und dass es auch phasen gibt, in denen man nicht so unbeschwert glücklich ist, sondern ganz schön mit sich selbst zu kämpfen hat.

und das ist in ordnung.

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